 |
|
Auswahlkriterien für ein Dunkelfeldmikroskop zur Blutuntersuchung
|
 |
|
Zwei Anmerkungen zu Anfang:
Es gibt KEINE speziellen Dunkelfeldmikroskope! Es gibt Mikroskope, die je nach Ausstattung die Untersuchung im Hellfeld, Phasenkontrast oder im Dunkelfeld ermöglichen! Fast jedes bessere Mikroskop ist mit der richtigen Ausstattung für fast jede Technik geeignet!
Es gibt kein Mikroskop nach Enderlein! Eine spezielle Ausstattung oder Technik, die sich nach Vorgaben von Enderlein anlehnt, existiert nicht, er hat nie etwas derartiges empfohlen, Enderlein benutzte ein normales Dunkelfeldmikroskop!
|
 |
|
Die nötige technische Ausstattung in der Kurzübersicht
|
 |
- Trinokularer Tubus mit umschaltbarem Strahlenteiler (C-mount Anschluss optional, aber nicht zwingend notwendig)
- Zwei Okulare 10x (eins davon mit Dioptrienanpassung), brillenträgergeeignet
- Beleuchtung ablend- oder einstellbar, intern und externe Lösung gleichermaßen geeignet, wärmeableitend damit das Präparat nicht aufgeheizt wird.
- Objektträgertisch mit spielfreier XY-Verstellung. demontierbare Objektträgerhalterung mit Messeinrichtung.
- Schärfeeinstellung mit Feintrieb, von rechts und links bedienbar
- Objektive
- 10x (Achromat) oder Planachromat
- 40x Planachromat
- 100x Planachromat mit Irisblende, Ölimmersion, Wichtig!!!!
- Kondensor
- Dunkelfeld, Ölimmersion, justierbar (KEIN Trockenkondensor!!!!)
|
|
|
 |
 |
|
Tipp: Auf einen trinokularen Tubus sollten Sie nicht verzichten!
|
 |
|
Die Erläuterung der einzelnen Komponenten
|
 |
|
Der Mikroskopkörper und die Beleuchtung (hier grün unterlegt)
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Der Mikroskopkörper mit Standfuß sollte eine gute Stabilität aufweisen. In der Regel besteht dieser aus Alu. Wenn alles richtig zusammengebaut ist, darf nichts wackeln!
Oft ist die Beleuchtung, hier mit einem blauen Pfeil gekennzeichnet, in den Fuß eingebaut, sofern die entstehende Wärme abgeleitet wird um das Präparat nicht zu erwärmen, ist das OK! Hinsichtlich der Beleuchtung gibt es auch Ausführungen, bei denen die Lichtquelle extern zugeführt wird. Meist werden diese als Kaltlichtquellen bezeichnet, haben aber den Nachteil das immer ein relativ lauter Lüfter ständig mitläuft. Durch neue Techniken werden sie zunehmend verdrängt! Ich liefere meine Mikroskope seit kurzem mit einer von mir entwickelten LED-Beleuchtung aus, die lichstark genug für die Dunkelfeldbetrachtung ist.
|
|
|
Tipp: Eine LED-Beleuchtung MUSS unbedingt genügend Licht zur Verfügung stellen. Die meisten LED-Beleuchtungen sind für Hellfeldmikroskope konzipiert und liefern für das Dunkelfeld oft zu wenig Licht. Schauen Sie unbedingt hindurch und verlassen Sie sich nicht auf schwammige Aussagen. Meine Mikroskope liefern genügend Licht! Vergleichen Sie einfach!
|
|
|
 |
|
Die XY-Verstellung des Objekträgertisches und die Schärfeeinstellung (hier gelb unterlegt)
|
 |
|
An den Mikroskopkörper angebaut ist der Objekträgertisch mit XY-Verstellung um das Präparat flächenhaft anschauen zu können. Der blaue Pfeil zeigt die Bedienknöpfe, die hier nach unten weggeführt sind um die Bedienhand auf dem Tisch aufstützen zu können. Die Objektträgerhalterung sollte demontierbar sein um den Tisch gut reinigen zu können. Eine Messeinrichtung mit Nonius sollte vorhanden sein. Der grüne Pfeil zeigt die Halterung
Die Knöpfe für die Schärfeeinstellung, die den Tisch in der Höhe verstellen, sind mit einem roten Pfeil gekennzeichnet. Diese Einstellung muss grob- und fein justierbar sein, weil ein wechseln der Schärfeebene bei der Blutbetrachtung sehr wichtig ist. Dies bedarf einer häufigen Nachstellung. Diese sollte möglichst von links und rechts bedient werden können!
XY-Verstellung und Schärfeeinstellung sollten absolut spielfrei laufen!
|
|
|
 |
 |
|
Tipp: Je weiter die XY-Verstellung zum Tisch reicht, umso besser können Sie ihre Hand abstützen, um so entspannter ist das Arbeiten!
|
 |
|
Die Objektivaufnahme (Revolverkopf-oder Verstellung) und die Objektive (hier rot unterlegt)
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Ebenso ist der Revolverkopf angebaut, der die Objektive aufnimmt. Zur Dunkelfeldbetrachtung reichen 3 Obejktive völlig aus, aber trotzdem ist es vorteilhaft, wenn die Revolververstellung über fünf Objektivaufnahmen verfügt, da es die Einstellung wesentlich vereinfacht
Bevor das Präparat untersucht wird, muss der Kondensor (Erklärung weiter unten) mit Öl benetzt werden, das geht am Besten, wenn der Revolverkopf so gedreht wird, das kein Objektiv im Weg ist. Wenn man vor dem 10er Objektiv eine Lücke lässt, ist das gewährleistet. Wenn im Verlauf der Betrachtung später auf das 100er Ölobjektiv gewechselt wird, muss auch der Objektträger mit Öl benetzt werden, auch das ist einfacher durchzuführen, wenn vor dem 100er Objektiv eine Lücke ist. Gerne demonstriere ich Ihnen das auch!
Die Objektivaufnahme sollte leichtgängig, am besten kugelgelagert sein und die Objektive sollten mit einem deutlichen Geräusch einrasten und spielfrei sein.
|
|
|
Tipp: EIne 5 fache Revolverstellung ist besser geeignet als eine 4fache, aber auch nicht zwingend notwendig!
|
|
|
 |
|
Die Bildqualität eines Mikroskops hängt zum größten Teil vom verwendeten Objektiv ab. Leider ist der Preis auch proportional mit der Qualität verknüpft.
Es gibt sicherlich Einsatzbereiche bei denen es auf allerhöchste Qualität ankommt und der Preis keine Rolle spielt. Bei der Dunkelfeldmikroskopie ist kann man durchaus den einen oder andern Kompromiss eingehen und somit die Kosten in Grenzen halten.
|
 |
|
Eine kurze Objektivübersicht
|
 |
 |
 |
|
Hier eine kurze Übersicht über die gängigsten Objektive, zwei davon werden in der Dunkelfeldmikroskopie verwendet. Die folgenden Bezeichnungen werden Ihnen immer wieder über den Weg laufen, wenn Sie sich informieren.
Achromate
Diese sind besonders günstig weil bei ihnen die sogenannte Bildwölbung nicht korrigiert ist. Dies bedeutet, dass das Zentrum und die Ränder des mikroskopischen Bildes nicht gleichzeitig scharf eingestellt werden können. Das spart Kosten in der Herstellung, aber sie weisen mangels Korrekturlinsen an den Objektstrukturen mehr oder weniger deutlich erkennbare rötliche und bläuliche Farbsäume auf, da die Farbdarstellung nicht korrigiert ist. Dies sind recht preisgünstig und werden oft bei einfachen Mikroskopen eingesetzt. Für Fotozwecke sind sie nicht geeignet!
Planachromate (Sie werden auch manchmal als A-Plan bezeichnet)
Wie es der Name vermuten lässt, ist hier die Bildwölbung korrigiert, sie sind also gleichmäßig plan und damit scharf über den gesamten Bereiche, was sie besonders für Fotozwecke geeignet macht. Diese werden bei besseren Dunkelfeldmikroskopen verwendet!
Apochromate
Bei diesen Objektiven sind die Farbfehler korrigiert. Sie weisen keine Farbsäume auf wie die achromatisch korrigierten. Das Auflösungsvermögen, ist verbessert, aber der Preis ist auch nicht ohne!
Planapochromate
Das sind High-End Objektive. Sie erzeugen ein kontrastreiches, ebenes Bild ohne Farbsäume. Abbildungsfehler sind auf ein Minimum reduziert. Allerdings schlägt sich das auch im Preis nieder, Spitzenobjektive können leicht mehrere tausend Euro pro Exemplar erreichen.
|
|
|
Es kommt vor, das Semiplan-Objektive angeboten werden, diese Bezeichnung ist ein wenig irreführend! Fragen Sie den Händler was genau damit gemeint ist!
|
|
|
Tipp: Das 100x Objektiv muss ein Immersinonsobjektiv (Öl-) sein und muss eine Irisblende haben
|
|
 |
|
Wie berechnet man die Vergrößerung eines Mikroskops?
|
 |
|
Die Gesamtvergrößerung eines Mikroskops ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Objektiv und Okular.
|
 |
|
Vergrößerung des Objektivs
(z.B. 40x)
|
|
 |
 |
|
X
|
|
 |
 |
|
Vergrößerung des Okulars
(z.B. 10x)
|
|
 |
 |
|
=
|
|
 |
 |
|
Gesamtvergrößerung
400x
|
|
 |
|
Vorsicht, ganz wichtig!!!
Die Gesamtvergrößerung sagt jedoch nichts über die optische Leistungsfähigkeit eines Mikroskops aus. Rein technisch gesehen, kann man mit minderwertigen Objektiven und Okularen eine (rechnerisch) starke Vergrößerungen erzielen!
Wenn sie davon hören, das Mikroskope 2000 und 3000fach vergrößern, dann sehen sie das sehr kritisch, die Auflösungsgrenze eine Lichtmikroskops (auch ein Dunkelfeldmikroskop ist ein Lichtmikroskop) liegt im Bereich von etwa 1200fach, je nachdem wie gut die Komponenten zusammenpassen!
Theoretisch kann man mit einem 100x Objektiv und einem 30x Okular eine Vergrößerung von 3000fach erreichen! Detailschärfe werden Sie dabei allerdings nicht sehen, mehr als ein schwammiges Bild wird kaum zu erkennen sein. DAS MACHT KEINEN SINN! Ich erkläre Ihnen warum!
Sie brauchen bei einem Dunkelfeldmikroskop keine Vergrößerung vom mehr als 1000fach!! Diese Vergrößerung erreicht man mit der Kombination 100er Objektiv mit einem 10er Okular
Alles andere ist unnötig!!
Ich erkläre Ihnen beim Informationsabend und in meinen Seminaren warum das reine Vergrößerungsvermögen eines Mikroskops KEIN Qualitätsmerkmal ist und warum die Auflösung viel wichtiger ist
|
 |
|
Achten sie darauf, das bei ihrem Mikroskop mindestens Plan-Achromat-Objektive verwendet werden. Ein Achromat ist allenfalls beim 10er Objektiv akzeptabel!
Oft werden Mikroskope mit 4 Objektiven angeboten! 3 Objektive sind aber völlig ausreichend, eine Vergrößerung unterhalb vom 10er Objektiv ist überflüssig, sie können absolut darauf verzichten!
|
 |
 |
|
Tipp: Oft werden Mikroskope mit 4 Objektiven angeboten! 3 Objektive sind aber völlig ausreichend, eine Vergrößerung unterhalb vom 10er Objektiv ist überflüssig, sie können absolut darauf verzichten
|
 |
 |
|
Sie brauchen nur diese drei Objektive
|
|
|
 |
|
Der Dunkelfeldkondensor (hier grau unterlegt)
|
|
|
 |
 |
|
Der Kondensor ist ein ganz wichtiges Teil am Mikroskop. Zusammen mit dem Objektiv bestimmt er die Auflösung des Mikroskops.
Es gibt verschiede technische Lösungen bei DF-Kondensoren. Die mit Abstand bessere Lösung ist ein Kondensor, der als sogenannter Kardiod ausgelegt ist, weil dieser deutlich mehr Licht zur Verfügung stellt. Paraboloid-Kondensoren sind preisgünstiger aber auch lichtschwächer. Ich empfehle Kardioids.
Ein Dunkelfeldkondensor wird IMMER mit Immersionsöl betrieben. Warum das so ist, zeigen die beiden untenstehenden Grafiken. Wenn ein Lichtstrahl ein Medium wechselt, dann wird er abgelenkt, wenn die beiden Medien nicht die gleiche Dichte haben. Man sagt auch er wird gebrochen. Der Brechungsindex gibt die optische Dichte eines Materials bzw. Mediums an.
|
|
 |
|
Wenn der Lichtstrahl den Kondensor verlässt, geht er durch die Luft und dann in das Glas des Objektträgers. Dadurch wird er 2x abgelenkt, weil Luft und Glas nicht die gleiche Dichte haben. Durch diese Ablenkung geht Licht verloren. Das kann man verhindern, wenn man dafür sorgt, dass diese Ablenkung unterbleibt.Wenn das Medium zwischen Kondensor und Objektträger die gleiche optische Dichte hat, dann wird das Licht nicht abgelenkt und es geht so gut wie kein Licht verloren.
Wie bekommt man das nun hin? Wenn man zwischen Kondensor und Objektträger ein spezielles Öl mit dem gleichen Brechungsindex wie Glas bringt, dann hat man genau das, was man möchte. Dieses Öl heißt Immersionsöl und wird bei jeder DF-Untersuchung auf den Kondensor aufgebracht um die maximale Lichtausbeute zu haben. Das beschriebene gilt genauso für den Übergang vom Deckglas in das Objektiv. Das 100x Objektiv ist als Ölobjektiv ausgelegt. Hier wird zwischen Objektträger und Objektiv ebenfalls ein Tropfen Öl aufgebracht! Das rechte Bild zeigt den Verlauf der Lichtstrahlen mit Öl, das linke zeigt die Zusammenhänge ohne Öl.
|
 |
|
Der Tubus mit Strahlenteiler und Okularaufnahme(hier blau unterlegt)
|
|
|
 |
 |
|
Im oberen Teil des Mikroskopkörper ist der Tubus angebaut. Der Tubus sollte demontierbar sein.
Der Tubus nimmt die Okulare auf, die zur Betrachtung notwendig sind und das Bindeglied zu den Augen herstellen.
Es wird zwischen Mono- Bi- und Trinokularen Bauformen unterschieden.
Die erste Lösung mit Monookular ist nur bei billigen Mikroskopen zu finden und ungeeignet!
|
|
|
 |
|
Links sehen sie ein Mikroskop mit einem Binolularen Tubus und rechts (blau unterlegt) eins mit einem Trinokularen Tubus Die Okulare vergrößern das Bild des Objektivs in der Regel um den Faktor 10.
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Tipp: Es gibt auch Okulare mit einer Vergrößerung von 15 oder 20, diese sind aber unnötig weil sie nur stärker vergrößern, aber die Auflösung nicht steigt!
|
|
|
Rechts sehen sie 10x Zeiss Okulare
Neben den Okularen dient der Tubus auch dazu, eine Foto- oder Videokamera aufzunehmen. Bei der Dunkelfeldblutbetrachtung wird das Mikroskopbild gleichzeitig vom Patienten und vom Therapeuten betrachtet. Dazu ist es sinnvoll das Okularbild auf einem Monitor auszugeben. Die Kamera wird dazu an einen Okularanschluss angebaut.
|
|
|
 |
|
Bei einem Binokulartubus muss dabei ein Okular entfernt werden (einfach möglich, weil das steckbar ist). Das hat leider den Nachteil, das man nicht mehr mit beiden Augen durch die Okulare schauen kann. Durch die Form der Kamera ist auch die Nutzung des verbliebenes Okulars meist nicht mehr möglich. Die Begutachtung des Bildes ist damit nur noch mit dem Kamerabild möglich. Schnell mal durch die Okulare schauen, weil unsere Augen deutlich besser als jede Kamera sind, scheidet mit dieser Möglichkeit aus.
Die eindeutig bessere Lösung ist eine trinokularer Tubus, hierbei ist für die Kamera ein extra Anschluss vorhanden (rechtes Bild). Damit es es möglich beide Okulare weiterhin parallel zum Kamerabild zu nutzen! Der eingebaute Strahlenteiler verteilt nun das Licht vom Objektiv auf die Kamera und die Okulare. Dabei gibt es verschiedene Varianten.!
|
 |
|
Die verschiedenen Strahlenteiler
Das Licht vom Objektiv gelangt in den Tubus und wird dort mit Hilfe eines verstellbaren Spiegels (hier rot gezeichnet) entweder zu den Okularen geleitet, dann ist das Dunkelfeldpräparat zu sehen (Bild 1), oder das Licht wird mit diesem Spiegel zur Kamera geleitet, dann ist das Bild auf dem Computer bzw. auf dem Monitor zu sehen (Bild 2). Der Spiegel wird mit einem Hebel am Tubus verstellt. Hierbei gibt es verschiedene Lösungen.
|
|
|
 |
|
Sehr häufig ist die Variante 100% - 0%. Das heißt entweder man sieht das Bild in den Okularen, oder mit der Kamera. Bislang habe ich ausschließlich diese Variante empfohlen und bevorzugt, weil anderen Lösungen immer zu Lasten der Gesamthelligkeit gegangen sind. Seitdem aber durch die Beleuchtungsoptimierung und die Verwendung eines sehr lichtstarken Kondensors mehr Licht zur Verfügung steht, gibt es bei der nachfolgenden Lösung keine Nachteile mehr und damit ist diese auch uneingeschränkt zu empfehlen. Bei der 2. Lösung (50%-50%) wird das Licht jeweils zu gleichen Teilen auf die Kamera und die Okulare aufgeteilt. Das bedeutet, das man sowohl im Mikroskop als auch mit der Kamera zur gleichen Zeit ein sichtbares Bild hat.
Die verschiedenen Strahlenteilerlösungen können Sie gern am Informationsabend, bei einem persönlichen Termin oder während des Seminars in Augenschein nehmen!
|
 |
 |
 |
|
Tipp: Eine Strahlenteilerlösung, die das Licht aufteilt, ist beim Einsatz mit einer lichtstarken Beleuchtung und Verwendung eines guten Kondensors KEIN Nachteil mehr!
|
|
|
Das optische System eines Mikroskops Endliche und unendliche (ICS oder UCS) Optik
|
|
 |
|
Im wesentlichen gibt es zwei optische Systeme bei Mikroskopen.
Endliche und Unendliche Optik (auch ICS ode UCS-Optik benannt), der Unterschied ist in der Bauart begründet. Um beide Systeme prinzipell technisch zu verstehen sind fundierte optische Kentnisse notwendig, die aber grundsätzlich nichts mit Dunkelfeldmikroskopie zu tun haben. Deshalb seien hier nur die Eigenschaften erwähnt die für eine Kaufentscheidung Bedeutung haben könnten.
Die endliche Optik gibt es so lange wie es Mikroskope gibt. Die feste (endliche) Tubuslänge erzeugt ein "Nahdistanzbild", auf das sich die Augen einstellen müssen, so als würde man z.B. in einem Buch lesen. Auf einen längeren Zeitraum betrachtet ist das anstrengend.
Bei der unendlichen Optik ist das etwas anders. Diese Optik erzeugt ein Bild, das so wirkt, als würde man in einen "Sternenhimmel" schauen, also in die Ferne, was auf lange Betrachtungszeiträume deutlich entspannter ist und weniger "Anstrengung" erfordert. Zugleich werden durch die Tubuslinse Objektivrestfehler korrigiert, sowie die Randschärfe und Abbildungsgenauigkeit verbessert.
Die Unterschiede hinsichtlich der Augenanstrengung spielen bei der Betrachtung mit einer Videokamera keine Rolle mehr, da die scheinbare "3-D Darstellung" von einer Kamera nicht wiedergegeben werden kann. Was allerdings Randschärfe und Abbildung angeht, können die Unterschiede mit einer guten Kamera durchaus gesehen werden.
Ich kann hier noch eine Menge schreiben, aber verbal sind die Unterschiede nur schwer zu beschreiben, am besten nimmt man einfach Mikroskope der unterschiedlichen Systeme in Augenschein.
Grundsätzlich kann man sagen, wer sehr viel durch die Okulare schaut und sich damit das Bild direkt ohne Kamera anschaut wird sicherlich langfristig mit einem ICS-System also mit einer unendlichen Optik die geeignetere Wahl treffen, weil längere entspannte Betrachtungsphasen möglich sind. Im Umkehrschluss kann man aber nicht sagen das ein "Endlich-System" das schlechtere oder gar ein schlechtes System wäre. Es hängt von der Anwendung und natürlich auch vom Geldbeutel ab. Alles das, was mit einem ICS-System im Blut zu sehen ist, sieht man genauso mit einem "Endlich-System" auch, viellicht etwas weniger plastisch und etwas weniger scharf, aber die reine Dunkelfeldblutdiagnostik ist mit beiden System absolut gleichwertig durchführbar.
Die Mikroskope der großen Hersteller sind meist Unendlich-Systeme.
Ich bin immer wieder gefragt worden ob ich nicht auch solche Systeme anbieten kann. Da die Nachfrage steigt, biete ich nun solche Systeme an. Von außen erkennbar sind solche Mikroskope an den verwendeten Objektiven. ICS-Syste haben ein Unendlichkeitszeichen auf den Objektiven.
|
|
|
 |
 |
|
Dies ist ein Objektiv für ein endliches System. Die Zahl unter dem Vergrößerungsfaktor von 100 weist darauf hin. Dieses Objektiv ist für eine endliche Tubuslänge von 160.
Es ist ausgelegt für die Nahdistanzbetrachtung
|
|
|
 |
 |
|
Dieses Objektiv ist für ein unendliches System. Erkennbar ist das an dem Unedlichkeitszeichen (die liegende 8) Die beiden Objektive sind nicht austauschbar.
Es ist ausgelegt als würde man in die Ferne schauen. Die Langzeitbetrachtung ist weniger anstregend Randschärfe und Abbildungsgenauigkeit sind verbessert.
|
|
 |
|
Die Videotechnik, geeignete Kameras
|
 |
|
Es gibt zwei verschiedene Kameralösungen mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Zur Darstellung des Mikroskopbildes werden fast ausschliesslich PC`s oder Notebooks verwendet. Grundsätzlich werden Kameras immer mittels eines sogenannten C-Mount-Adapters an den Okularstutzen angebaut. Dieser Adapter ist vom Mikroskop abhängig und wird vom Hersteller geliefert.
Bislang habe ich analoge CCD-, oder CCTV-Kameras (Drei Ausdrücke für den gleichen Kameratyp) empfohlen, weil andere Lösungen meist problembehaftet waren.
|
|
|
 |
|
Seit kurzem sind aber einige digitale USB-Kameras technisch den analogen ebenbürtig. Hinsichtlich der Auflösung sind sie diesen mittlerweile sogar überlegen. Wichtig ist hierbei, das sie ein ruckelfreies Bild liefern. Leider machen das noch nicht alle Kameras. Die von mir verwendeten Kameras können aufgrund der hohen Datenübertragungsrate ein ruckelfreies Bild liefern, wie man es zur Dunkelfeldbetrachtung unbedingt braucht, benötigen dazu aber einen sogenannten USB 2.0 Anschluss am PC oder Notebook Heutige Computer haben diesen Anschluss generell. Sollte ihr Computer über eine andere Version verfügen, so kann dies entsprechend umgerüstet werden. Ich zeige Ihnen wie man das macht.
|
 |
|
Die Auflösung der Kamera (Sehr trockenes Thema, aber wichtig)
|
 |
|
Bis vor kurzem gab es für die Mikoskopie nur die oben beschriebenen Zeilenkameras. Diese haben zwischen 380 und 470 Zeilen dargestellt. Das entspricht etwa Pixelanzahl von etwa 400.000 Pixeln.
In der 400fachen Vergrößerung wird etwa ein Bereich von 150umx120um dargestellt. Wenn man das jetzt in Relation zur Auflösung eines Lichtmikroskops (0,2um) setzt, dann ergibt das rechnerisch etwa 1200x960 Einzelpunkte die man sehen könnte, das entpricht etwa 1,1 Megapixel. Wenn wir jetzt auf der sicheren Seite sein wollen und sagen, gut die Kamera soll mehr darstellen können, als das Mikroskop kann, dann wäre man mit einer 3 Megapixelkamera auf der sicheren Seite. Es werden mittlerweile Kameras mit 5 und 8 Megapixeln verkauft. Ob das bei einem Lichtmikroskop Sinn macht, viel Geld dafür zu bezahlen, das werde ich Ihnen anhand einer 5 Megapixelkamera zeigen! Dazu kommt noch, das die Schnelligkeit der Kameras eine Rolle spielen!!
Kritiker die jetzt nachrechnen, werden sagen, aber was ist denn bei einer 100fachen Vergrößerung, da ist es ja die 16fache Anzahl! Das stimmt, aber unser Auge kann das auf dieser Fläche nicht mehr auflösen und diesen Bereich braucht man in der Dunkelmikroskopie nur, um sich eine Übersicht zu verschaffen, die Beurteilung findet bei höheren Vergrößerungen statt!
|
 |
|
Die Videotechnik, Übersicht der verschiedenen Lösungen
|
|
|
 |
 |
|
Die nebenstehenden Lösung zeigt wir eine USB-Kamera an einen PC oder Notebook angeschlossen werden kann. Hier gibt es mittlerweile Kameras mit bis zu 8 Megapixeln, die Frage ist, ob das Sinn macht, zumindest kostet es viel Geld!
|
|
 |
|
Ich biete Ihnen die Möglichkeit sich umfassend zu informieren
|
 |
|
Ich hoffe, diese Webseite konnte helfen Ihnen zu zeigen, wie ein Dunkelfeldmikroskop ausgestattet sein muss um vernünftig damit arbeiten zu können. Vielleicht konnten Sie auch damit das eine oder andere technische Problem damit lösen.
Falls sie beabsichtigen ein Dunkelfeldmikroskop zu kaufen, kann mein Informationsabend möglicherweise helfen, die richtigen Komponenten auszuwählen.
An meinem Informationsabend können sie das Meiste von dem hier Beschriebenen live erleben, ausprobieren und natürlich vergleichen. Oder rufen Sie mich an und vereinbaren einen individuellen Beratungstermin mit mir. Ich zeige Ihnen gerne meine Mikroskope und Kameras 02363-8079966 Ich freue mich auf Ihren Anruf
Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Dunkelfeldblutdiagnostik und Dunkelfeldmikroskopen. Als Heilpraktiker habe ich täglich mit der medizinischen Seite der Dunkelfeldblutdiagnostik zu tun und zum anderen macht mir auch die technische Seite dieser Methode Spaß, da ich vor meinem Heilpraktikerleben als Elektronikingenieur gearbeitet habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie davon profitieren könnten!
|
|
|
 |
 |
|
Hier können sie mir eine Nachricht schicken
|
|
|